Statusmeldung Dezember

Der Dezember 2014 gehörte ganz alleine den Überarbeitungen. Uff, als ich anfing, war mir gar nicht bewusst, wie viel da auf mich lauert. Ich schreibe gerne und viel, und Überarbeiten ist nicht immer mein liebstes Hobby. Solange keine Deadline heiß in meinen Nacken atmet, geht das ja auch. Bis ich mich von den aufgetürmten Manuskripten bedroht fühle. Der riesige Stapel könnte ja auf mich fallen.

Zuerst schnappte ich mir also „Shadac“, meinen 2014-NaNo-Roman. 475 Normseiten in einem Monat geschrieben, da war mir klar, dass eine Horde gemeiner Tippfehler auf mich lauert und leise kichert. Ganz bestimmt habe ich nicht alle erwischt. Aber es tat so gut, meinen Kardinal wiederzusehen. Wenn ich schreibe, vergesse ich gerne im Anschluss daran Details, sodass das erste Lesen für mich sehr spannend ist und ich mich auch brav an den richtigen Stellen erschrecke und fürchterlich Nägel kauen muss, wie der Held das nur alles überstehen kann. Ich mag diesen Roman!

Dann war das Lektorat für das schon lange nicht mehr geheime Geheimprojekt „Runenschicksal“ dran. Der Roman wird zur Leipziger Buchmesse im Verlag Mondwolf erscheinen, und ich bin froh, dass wir noch so viel Luft haben, um letzte Unklarheiten aus dem Manuskript zu schaffen.

Punkt Nummer drei war erfreuliches Betalesen für Autorenkollegin Sabrina Železný. So wie sie mein Geheimprojekt liebevoll zerpflückte, konnte ich ihrem Geheimprojekt noch ein paar Anmerkungen hinzufügen. Gleicher Verlag, gleiches Veröffentlichungsjahr!

Nun war ich so schön warm gearbeitet, dass mir als nächstes „Drakhall“ zum Opfer fiel, der nach dem Schreiben und ersten kritischen Testleserinanmerkungen nur einen ersten Lesedurchgang meinerseits brauchte, bis er zur ersten Betaleserin Lisande konnte. Meinem Seefürsten hat dieser erste Schliff gut getan, denke ich.

Ihm folgte „Farlin“, mein strahlend blonder, blauäugiger Blutgeneral, der mit sehr vielen kritischen Anmerkungen seitens der ersten Testleserinnen wieder zu mir gekommen war. Ich schuftete und fluchte leise, entdeckte noch mehr Pfuschstellen (wenn die Gewichtung zwischen dem Heldenpaar nicht stimmt, geht einer von beiden unter. In diesem Falle ausgerechnet Farlin!) und arbeitete nicht nur mit Skalpell und Pinzette, sondern an den gröberen Stellen durchaus mit Axt und Vorschlaghammer. Jetzt bin ich soweit zufrieden, und auch Farlin ist an drei fähige Betaleserinnen rausgegangen. Bin sehr gespannt, was die noch alles zum Meckern finden.

Der letzte Streich – und noch nicht ganz fertig, da war der Dezember doch einfach zu kurz – ist „Niro“, mein 2012-NaNo-Roman (ja, 2013 hab ich auch einen geschrieben, da warte ich noch auf zwei Betaleserrückmeldungen). Drei strenge Betaleserinnen haben mir wohl hoffentlich alles unter die Nase gerieben, wo ich noch Hand anlegen muss. Die reine Überarbeitung ist fertig, jetzt lese ich den Roman auf dem eReader ein letztes Mal für den Feinschliff. Und finde immer noch einiges. Aber keine Berge mehr, denke ich. Bei Niro stehe ich nun auf dem eReader bei 62%.

Und jetzt auf ins Jahr 2015! Pläne? Konfus wie immer. Es gibt einiges, das ich schreiben möchte. Mir schwebt ein Krimi (vielleicht eine Reihe) mit Hexe und versehentlich beschworenem Dämon vor, dann lauert mein Klopps-Werk „Aemera“ auf mich: Steampunk, Französische Revolution, Romanovs, Dunkelgräfin, Liebesgeschichte und viel Blut. Ich bin gespannt. Auch ein weiterer Heroic hat sich freundlich angemeldet. Und fasziniert mich von Sekunde zu Sekunde mehr. Ach, mir wird schon nicht langweilig werden!

Mal wieder eine Statusmeldung

Was ich so treibe:

Ich habe das Lektorat für "Moorhexe" endlich geschafft. Irgendwie war die letzte Woche so voll. Eine kleine Horrorgeschichte, die in der Anthologie des Schreiblustverlags 2014 erscheinen soll. Ja, das ist die Geschichte, deren Schreiben ich nach Einbruch der Dunkelheit abbrechen mußte. Ich gruselte mich einfach zu sehr.

Außerdem habe ich dem Exposéentwurf für Kenna eine erste Politur verpaßt und ihn wieder meinen Kritikern vorgeworfen. Das wird bestimmt noch einige Runden so gehen, bis aus meinem wirren Entwurf ein vorzeigbares Exposé wird.

Farlin habe ich nach den ersten Betaleserinnenrückmeldungen einmal überarbeitet. Jetzt muß ich das Manuskript rund um meinen Blutgeneral ausdrucken und auf den größten Kritikpunkt hin überarbeiten. Dann ist er bereit für die zweite Runde Betaleser.

Ariz hat die Hürde meiner Überarbeitung bereits genommen und liegt bei ungelogen fünf Betaleserinnen malerisch herum und ist neugierig, was sie noch für Nücken finden werden. Mein Winterfürst wird diese klaglos hinnehmen, ich kenne ihn doch.

Und weil ich nicht an Faulheit sterben will, ist Juran nach den Anmerkungen von Helen B. Kraft fertig überarbeitet und auf meinen Ebookreader umgezogen, so daß ich den Roman dort – andere Umgebung, anderes Schriftbild etc. – noch einmal genau abklopfen kann. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel ich noch finde! Verflixt, dann muß ich auch für den Kerl noch ein Exposé verfassen!

Niro aus dem NaNo 2012 liegt derzeit bei Helen. Teiro aus dem diesjährigen NaNo hat schon jetzt eine Gruppe Testleserinnen für sich begeistern können. Doch bevor er aus dem Haus geht, muß ich auch bei ihm noch einmal überarbeitende Hand anlegen.

Und damit ich mich nicht langweile, nur meine Sachen lese und irgendwann einen Koller bekomme, darf ich einen Roman über Katzen in Rom betalesen. Von niemand geringerem als Tina Alba.

Viel zu still hier!

Wenn meine Mama, die meinen Blog raffinierterweise als Startseite eingerichtet hat, leise nörgelt, wann ich endlich mal wieder etwas Neues blogge, weiß ich, daß es höchste Zeit ist.

Ja, ich war hier sehr still. Zu meiner Verteidigung sei angeführt, daß ich mich um ein Babykätzchen kümmere, das sehr, sehr krank zu mir kam. Jetzt ist er sehr, sehr lebendig und möchte ständig mittippen. Das kann zwar keiner lesen, aber es macht ihm so viel Spaß.

Letztes Jahr habe ich mich mit einigen Projekten verzettelt. Immerhin zwei sind dieses Jahr aber schon fertig geworden und liegen in den Händen bewährter und lieber Betaleser, die meinen typischen, leicht (?) selbstverliebten Eigenheiten nachspüren, um mir ihre Kritik dann vernichtend und hilfreich um die Ohren zu schlagen.

Fertig geworden sind immerhin schon Farlin und Niro. Juhuuu!

Derzeit schreibe ich Ciran fertig. Auch dieser Roman nahm in 2012 seinen Anfang und dümpelte dann unschön.

Ciran ist der Seneschall seines Königs, der unerwartet nach dem ebenso unerwarteten Tod seines Sohns und Erbens verschied. Wie gut, daß der König zwei Neffen hat. Die sich nun natürlich um die Krone schlagen. Neffe Nummer Zwei hat das Manko, aus weiblicher Erblinie zu stammen. Seine Mutter Lavin ist des toten Königs Schwester, und wer sie kennenlernt, weiß, daß es keine unerwarteten Todesfälle gibt. Denn wo diese Monstermutter ihre Finger im Spiel hat, fallen die Leute um wie Fliegen …
Auftritt der kleinen Nonne Ayme, die des toten Prinzen Braut werden sollte und wohl die einzige (außer Lavin …) ist, die sich über dessen Ableben herzlich freut.
Ayme und Ciran hüten beide ein ungewöhnliches Geheimnis, und zumindest Ayme ahnt noch nicht einmal, daß sie ein solches besitzt und warum die überlebenden Prinzen sie jetzt unbedingt heiraten wollen.

Fertig: Farlin

Ein Kaiserreich mitten in einer Revolte. Magier haben die Kontrolle übernommen, nachdem eine junge Frau rachsüchtig den alten Kaiser ermordete. Dumm nur, daß sie hochschwanger fliehen muß – mit dem Kind des nun ebenfalls toten Kaisersohns unter dem Herzen. Noch sehr viel dümmer, daß ausgerechnet der Blutgeneral des Kaisers der Einzige ist, der ihr während der Geburt beistehen kann und später die Lebensversicherung ihres kleinen Sohnes wird.

Nach mehreren Fehlstarts und Zwischenüberarbeitungen kann ich nun endlich stolz die Fertigstellung von "Farlin" verkünden.

111.695 Wörter auf 456 Normseiten.

Ich bin sehr glücklich, meinen Blutgeneral gebändigt zu haben. Jetzt saust er gleich durch die Mailleitung zu einer lieben Autorenkollegin, die ich mit "Arrion", "Cajan" und "Roveon" liebevoll und mit nur winzigen Hintergedanken angefüttert habe. Bin gespannt, wie Farlin ihr gefällt.

Ich lebe noch!

Sehr beschämt schreibe ich meinen zweiten "Ich lebe noch"-Eintrag. Es war aber auch böse viel zu tun in den letzten Wochen. Jetzt kehrt wieder ein wenig mehr Ruhe ein, und schreiberisch war ich auch nicht ganz untätig.

Ich habe "Kenna" überarbeitet. Einen Korrekturgang meinerseits und viele Betahilfe hatte der Roman schon hinter sich. Dann hab ich ihn mir auf den ebookReader gepackt (ein Mediumswechsel, sehr schön, mit einem Mal sieht der Text ganz anders aus, und ich finde noch Tonnen von Kleinigkeiten!) und viele Kleinigkeiten gefunden und nun in das Manuskript übertragen. Nun ist der Roman so fertig, wie ich ihn ohne Lektoratshilfe nur fertig kriegen kann.

Außerdem habe ich meinen über 400 Seiten starken Anfang von "Farlin" überarbeitet. Wann habe ich die dumme Angewohnheit des Inneren Monologierens derart zur Krone entwickelt? Ich weiß es: in "Ariz" (den muß ich auch noch mit der Machete überarbeiten, bevor ich es wagen kann, einen armen Betaleser an den Text zu lassen. So ist das eine Zumutung!). Dank eines deutlichen Betonpfeilerwinks von Autorenkollegin Merrit bin ich nun wenigstens über das Problem gestolpert. Farlin ist von solchen unschönen Wucherungen befreit – hoffe ich. Nun kann ich den Roman beenden. Fehlt gar nicht mehr viel, ich tobe schon im Finale herum.

Für den Juli habe ich mich mit einer weiteren Autorenkollegin verbündet, so daß wir unsere unvollendeten NaNo-Romane endlich fertig schreiben wollen. Mein armer "Niro" steckt im Magierturm und wartet genervt, daß seine Autorin sich seiner erbarmt. Anfang Juli zeige ich dann auch, was mir einen unglaublichen Motivationsschub verpaßt hat! Ich darf damit angeben, denn es ist wundervoll!

Ab August widme ich mich dann mit frischer Kraft, da ich alle Altlasten abgearbeitet habe, meinem Wikingerroman. Oh, und mein NaNo-Roman 2013 nimmt langsam Gestalt in meinen Hirnwindungen an. Ich kann so viel versprechen: Ich werde den ganzen November lachen!

Nicht viel Neues …

Den Großteil meiner Energien verwende ich derzeit auf das Warten. Derzeit habe ich Beiträge bei sechs Wettbewerben im Rennen. Außerdem liegen zwei Romane bei Verlagen, und ich warte noch auf Resonanz, ob die Werke nun gefallen oder nicht. Geduld ist nicht wirklich meine Stärke, aber das dauert halt, solange es dauert.

Für die Ausschreibung "Buch der Diebe" des Aeternica Verlags habe ich eine zweite Kurzgeschichte geschrieben – mit viel zu viel Spaß an der Sache, herrlich. Diese Geschichte liegt noch bei meinen bewährten Betaleserinnen. Und ich denke, die Resonanz auf die erste Geschichte abzuwarten, bevor ich die zweite hinterherschicke, ist sehr sinnvoll.

Sonst: Ich freue mich auf den NaNo. Bis zum 31.10. möchte ich also den Roman "Farlin", den siebten meiner Heroic Romantasy beenden. Da ich mich auf der Zielgeraden befinde, sollte das gar kein Problem sein.

Für den NaNo nehme ich mir Niro vor. Außer dem Namen und wahrscheinlich der Szene mit der Grube ist nicht viel von einem ursprünglichen Entwurf übriggeblieben, den ich seit mindestens drei Jahren mit mir herumschleppe. Doch jetzt kommen einige Gemeinheiten und endlich eine interessante weibliche Figur hinzu. Elee ist eine schwarzgeflügelte Dämonin, die Niro öfter als einmal fast umbringt – oder in den Wahnsinn treibt. Ich freue mich!

Farlin

Hin und wieder schaffe ich es, kurz vor dem Finale festzustecken und mich zu fragen, was ich falsch gemacht habe. Schon bei Kenna habe ich das vollbracht und dann viele Betaleserhilfe und zwei Anläufe gebraucht, um den Roman doch noch über die Ziellinie zu bringen. Der Einsatz hat sich gelohnt, wurde mir mittlerweile von vielen Seiten bestätigt.

Nun schaffte ich das auch bei Farlin. Mitten im Finale. Auf Seite 399. Irgendwo lag ein Fehler, irgend etwas stimmte nicht. Mir fällt es sehr schwer, wirklich den Finger darauf zu legen, was ich falsch gemacht habe. Merrit kam zu meiner Rettung, las den ganzen Berg innerhalb von zwei Tagen durch und rief mich sehr erbost an, um mir meine Fehler – hauptsächlich Charakterinkonsistenz bei der jungen Mutter Tiva, die sich mit einem Mal zum Oberbefehlshaber eines Heeres aufschwingt und ständig unzüchtige (unangemessen unzüchtige!) Gedanken hegt – um die Ohren zu schlagen.

Ich habe den Roman daraufhin beiseite gelegt, mich Ausschreibungstexten und einem weiteren Helden gewidmet, bis ich merkte, daß Farlin mir unter den Nägeln brennt. Jetzt starte ich neu durch und gehe mein bislang Geschriebenes auf eben diese Kritikpunkte durch. Autsch! Wie konnte mir das nur passieren?

Ich hoffe also, in den nächsten ein bis zwei Wochen die Fertigstellung des Romans verkünden zu können.

2012

Ich wünsche an dieser Stelle einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! Glatteis und Schneeglätte fallen ja aus. Also vorsichtig mit Matsch.
Viel Erfolg, Spaß und Gesundheit für 2012, mögen alle guten Vorsätze und Pläne gelingen.

Ich habe auch gute Vorsätze!
Im Kampfschreiberteam des Tintenzirkels habe ich mir ein Jahresziel von 400.000 Wörtern vorgenommen. Das ist schaffbar. Das sind "nur" vier Romane.

Und hier sind sie:
Farlin: Ein Kaiserreich mitten in einer Revolte. Magier haben die Kontrolle übernommen, nachdem eine junge Frau rachsüchtig den alten Kaiser ermordete. Dumm nur, daß sie hochschwanger fliehen muß – mit dem Kind des nun ebenfalls toten Kaisersohns unter dem Herzen. Noch sehr viel dümmer, daß ausgerechnet der Blutgeneral des Kaisers der Einzige ist, der ihr während der Geburt beistehen kann und später die Lebensversicherung ihres kleinen Sohnes wird.

Ariz: Ein fremder Herrscher überfällt ein Reich, säubert den Weg zum Thron und verfolgt die letzte Erbin mit Aufmerksamkeiten. Doch da ist noch Ariz, die Grabbeigabe des ersten Herrschers dieses Reiches. Zu einem Dasein als untoter Wächter der Königsfamilie verdammt, stellt dieser sich zwischen die Erbin und ihre Verfolger. Und man kann sich doch in einen Zombie verlieben.

Rakkon:Von einer sadistischen Mörderin geblendet, landet der Ritter der Roten Lilie in den Reihen der Rebellen und dort auch noch in den Händen einer fähigen jungen Hexe, die sich energisch des Blinden annimmt, um endlich wieder Ruhe in das Königreich zu bringen.

Niro: Wahrscheinlich mein NaNo-Roman für 2012

Im Januar schicke ich Arrion und Cajan zu Agenturen und hoffe, daß Geisterritter und Halbelf überzeugen können. Nebenbei überarbeite ich Roveon, Kenna und Juran und bereite diese als Nachschub vor.

Sonst? Wieder ein paar Kurzgeschichtenwettbewerbe, denke ich. Ich mag Ausschreibungen.

Ich freue mich auf 2012, viele Geschichten und Ideen, regen Austausch, die Buchmesse in Leipzig.

Alles Gute für 2012!

Helden

Farlin, der Blutgeneral des Kaisers, befindet sich ebenso auf der Flucht vor den entfesselten Magiern und Aufständischen wie die hochschwangere Tiva. Durch die Notwendigkeiten werden sie zu einem Bündnis gezwungen.

Schade nur, daß es ausgerechnet Tiva war, die den Kaiser abstach und das Reich, für das Farlin sein Leben lang gekämpft hat, dadurch ins Chaos stürzte.